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Orientalische Hähnchenbrust mit Dinkel und Gemüse

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Ich habe auf dem Wochenmarkt bei meiner lieben Kollegin Christiane ein riesiges Gickerl gekauft und zerlegt. Ihr Bruder züchtet nur für sie diese Hühner und sie dürfen im Freien umherlaufen, durch Mais- und Kohlfelder und auf Wiesen scharren. Manche werden größer, andere sind kleiner. Ich kaufe gerne ein großes Huhn, nehme es auseinander und habe dann Fleisch für drei Tage (wir sind zu zweit) und koche aus Haut, Knochen und Flügeln eine Brühe. Ich kann Ihnen das wärmstens empfehlen – ich werde später noch zu den Schenkeln kommen, die, entbeint und im Ofen gegart, immer köstlich sind. Und eine gute Brühe im Froster ist für mich eine Notwendigkeit.

Der Zimt ist sehr orientalisch aber so lecker. Natürlich soll er sich einfügen aber Sie werden sehen, etwas Zimt gibt diesem Essen eine warme Tiefe!

Der absolute Bonus heute sind die Salzzitronen. Ich habe Freunden von meinem Dinkelsauerteig gebracht und dafür eingelegte Salzzitronen bekommen – was will man mehr!

Ich weiß, bei Fenchel wird es für viele Esser schwierig, aber es ist eines meiner Lieblingsgemüse und gebraten schmeckt er besonders gut. Sie können natürlich auch anderes Gemüse verwenden - Ihr Geschmack, Ihr Topf, Ihre Vorratskammer bestimmen!

Zutaten:

  •  Hähnchenbrustfilet – so viel wie nötig
  •  Butter
  •  Salzzitronensoße (alternativ: etwas Zitronenabrieb vermischt mit Zitronensaft und Salz)
  •  Koriandersaat, Pfeffer, Salz und vielleicht etwas Safran

Die Beilage:

  •  Kochdinkel, Reis, Couscous oder Bulgur
  •  Kurkuma für die Farbe
  •  Salz, Zimt, Pfeffer und etwas Chili
  •  Falls Sie mögen Berberitzen, Rosinen, getrocknete Aprikosen, säuerlicher Apfel
  •  Ein Stich Butter
  •  Eine Zwiebel oder mehr

Das Gemüse:

  •  Ich nehme Fenchel
  •  Olivenöl
  •  Evtl. leckere Oliven und, falls Sie haben, Salzzitronen
  •  Salz und Pfeffer
  •  Knoblauch

Die Zubereitung:

Ich selbst koche dieses Gericht ohne Haut, aber Sie können sie auch dran lassen. Ein Brustfilet von etwa 400g (ich sagte ja, ich kaufe immer die großen Hähnchen!) braucht locker 15 Minuten. Das Gemüse zu braten und etwas dünsten zu lassen dauert ebenfalls 10 bis 15 Minuten. Am längsten benötigt der Dinkel, aber der bleibt auf der warmen Herdplatte einfach stehen, wenn er gar ist und interessiert mich bis zum Anrichten nicht weiter. Das Kochen bleibt also übersichtlich.

Bereiten Sie also das Gemüse vor. Ich schneide den Fenchel in dicke Spalten und lasse den Strunk drinnen – er gart einfach mit, hat etwas mehr Biss und ist genauso lecker wie der Rest der Knolle. Die Oliven (leckere schwarze Oliven von einer griechischen Familie, die diese auf Kreta anbaut und Ihre Produkte unter dem Namen Dafni verkauft) entsteine ich – etwas etepetete, doch ich mag weder Kerne noch Knochen auf meinem Teller. Außerdem empfehle ich Ihnen, die Koriandersaat in einer trockenen Pfanne anzurösten, damit sie einfach doppelt so lecker schmeckt.

Dünsten Sie in etwas Butter die gewürfelte Zwiebel an und geben Sie den Dinkel (oder was auch immer), Gewürze, Berberitzen und Salz dazu. Gießen Sie Wasser nach Anleitung auf und lassen Sie den Topf nach einmaligem Aufwallen auf niedriger Stufe ziehen, bis der Dinkel alle Flüssigkeit aufgenommen hat und gar ist.

In einem Topf erhitzen Sie etwas Öl, geben den Fenchel dazu und direkt etwas Salz. Nach Belieben können Sie auch eine angeritzte, aber (damit sie nicht verbrennt) ungeschälte Knoblauchzehe dazugeben. Lassen Sie das Gemüse leicht braten; es muss garen und darf daher nicht bei zu großer Hitze auf den Herd, da es sonst anbrennt.

Braten Sie die Hähnchenbrust in einer tieferen Pfanne bei nicht zu hoher Temperatur in Butter. Drehen Sie sie regelmäßig und begießen sie immer wieder mit der heißen Butter aus der Pfanne. Vergessen Sie dabei nicht das Gemüse im anderen Topf! Etwa zur Hälfte der Garzeit geben Sie nach Geschmack Salzzitronensoße (oder Ersatz), die Gewürze und etwas in Wasser aufgelösten Safran dazu. Vielleicht brauchen Sie noch etwas Wasser, um alles zu verdünnen. Begießen Sie das Fleisch immer wieder mit der Soße und wenden Sie es; geben Sie, falls nötig, Flüssigkeit dazu, bis es fertig gegart ist. Das merken Sie daran, dass sich das Fleisch bei leichtem Druck fest anfühlt. Sie können auch ein Bratenthermometer benutzen oder eine Rouladennadel in die Mitte der dicksten Stelle stechen – fühlt sie sich an Ihrer Lippe warm an, ist das Fleisch gar (und hoffentlich noch saftig!).

Schmecken Sie das Gemüse mit Gewürzen ab, ebenso die Soße. Geben Sie die Oliven zum Fenchel und richten Sie nach Belieben an. Falls vorhanden, geben Sie einige Stücke würzige Salzzitrone und etwas Farbiges wie z. B. Tomatenwürfel und frische Kräuter auf das Essen.

Guten Appetit!

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