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Cremiger Käsekuchen

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Am bevorstehenden Wochenende soll es mal wieder einen Käsekuchen zum Kaffee geben. Kein ganz unemotionales Thema, denn am Käsekuchen scheiden sich nur allzu oft die Geister: Fast jedes Familienrezept nimmt für sich den Titel "Bester Käsekuchen der Welt" in Anspruch, wahrscheinlich deshalb, weil allzu oft die eigenen Kindheitserinnerungen eine der wesentlichen, wenn auch nie explizit aufgeführten Zutaten sind.

Nehme ich also auch für dieses Rezept das Prädikat des "weltbesten" Käsekuchens in Anspruch? Nein, ich trete hier nicht in Konkurrenz mit dem Rezept Ihrer Mutter oder Großmutter. Käsekuchen ist überraschend vielseitig und daher probiere ich selbst immer wieder neue Varianten aus.

Während ich sowohl Zitrusfrüchte als auch Käsekuchen liebe, ist ihre Kombination zum berühmten Käsekuchen mit Zitrone für mich ein rotes Tuch. Andere Aromen reizen mich hingegen durchaus – in folgendem Fall zum Beispiel der feine Geschmack von Haferflocken.

Für den Boden:

  •  75g Haferflocken
  •  75g Mehl
  •  40g Zucker
  •  75–100g Butter

Für die Käsemasse:

  •  200g Sahne
  •  200g Milch
  •  4 Eigelbe
  •  40g Mehl
  •  160g Zucker
  •  150g Butter
  •  20g Maisstärke (oder Mehl, falls keine Stärke im Haus ist)
  •  500g Magerquark
  •  evtl. Vanille

Die Zubereitung:

1.

Bereiten Sie Streusel aus den Zutaten für den Boden: In die trockenen Zutaten 75g Butter einarbeiten, bis richtige Streusel entstehen – bei Bedarf noch etwas Butter zusätzlich hinzugeben, falls die Konsistenz nicht auf Anhieb passt.

Legen Sie mit den Streuseln den Boden einer Springform mit 30 cm Durchmesser aus, nicht aber die Ränder. Drücken Sie die Streusel anschließend fest und stechen Sie den Boden mit einer Gabel mehrmals ein.

Nun backen Sie den Boden bei 180°C, bis er gebräunt und knusprig ist.

2.

Für die Füllung brauchen Sie eine Konditorencreme – eine Art Pudding, aber einfach besser. Dazu kochen Sie Milch und Sahne in einem Topf auf. Rühren Sie mit einem Schneebesen Eigelbe und 40g Zucker etwas auf und rühren dann das Mehl ein. Gießen Sie etwa die Hälfte der kochenden Milch zur Eigelbmischung und verrühren Sie alles. Die fertige Masse gießen Sie nun wieder zur restlichen Milch in den Topf zurück.

Diese Mischung muss nun unter ständigem Rühren aufkochen und dann noch ein bis zwei Minuten leicht köcheln. Ist die Creme fertig, rühren Sie die Butter in Würfeln in die heiße Masse, um sie aufzulösen.

3.

Vermischen Sie in einer Schüssel die verbleibenden 120g Zucker und Stärke, geben Sie ein Ei dazu und verrühren Sie alles, bis es glatt ist. Falls Sie keine Stärke im Haus haben, können Sie auch Mehl verwenden – allerdings wird die Käsemasse etwas lockerer, wenn Sie Stärke verwenden.

Geben Sie nun die restlichen Eier dazu, dann den Quark und zuletzt rühren Sie noch die Konditorencreme ein, bis alles zu einer glatten Masse verbunden ist.

4.

Nehmen Sie die Backform mit dem vorgebackenen Teigboden und fetten sie den Rand entweder mit Butter oder legen ihn mit Streifen von Backpapier aus. Ich habe mit einem Pinsel einfach etwas Butter auf den noch heißen Rand gestrichen, er soll nur etwas gefettet sein.

Nun füllen Sie die Käsemasse ein und stellen die Form in den noch auf 180°C vorgeheizten Ofen. Drehen Sie die Temperatur aber sofort auf 150°C herunter und backen Sie den Kuchen dann für 40 Minuten.

Lassen Sie den Kuchen danach für weitere 30 Minuten im geschlossenen, ausgeschalteten Ofen ruhen.

5.

Servieren Sie den Käsekuchen am besten komplett ausgekühlt – zumindest ich mag ihn so lieber. Dazu passt auch gut ein säuerliches Kompott aus Birnen oder Äpfeln.

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